Ein ereignisreiches Frühjahr für die Gemeinde

Die Gemeinde Greiz erlebte im Frühjahr 2012 zahlreiche Höhepunkte. Besondere Gottesdienste, gemeinsame Arbeiten am Kirchengrundstück und gemeinsame Aktivitäten prägten das Gemeindeleben.

1. Renovierung ab Mitte April

Kurzfristig erhielt die Gemeinde die Nachricht aus der Kirchenverwaltung, dass nach fast 20 Jahren und nach einigen Wasserschäden im vorletzten Winter der Gemeindesaal, das Treppenhaus und einige Nebenräumlichkeiten renoviert werden. Dies löste Freude und zahlreiche weitere handwerkliche Aktivitäten aus. In Eigenleistungen wurde die Garderobe verändert sowie das Ein- und Ausräumen organisiert, neue Gardinen und Beleuchtung in den Nebenräumen angebracht und sich von manchem nicht mehr benötigten Inventar getrennt. Zahlreiche Gemeindemitglieder beteiligten sich am abschließenden Frühjahrsputz Ende April.

Während dieser Zeit fanden die Singstunden in den Räumlichkeiten der Greizer Gemeinde der Vereinigten Apostolischen Gemeinschaft (VAG) statt. Für diese Gastfreundschaft ein herzliches Dankeschön.

2. Frühlingssingen

Am Sonntag, dem 22. April 2012, machten sich die Sänger und einige Instrumentalisten der Gemeinde sowie eine Blechbläsergruppe aus dem Kirchenbezirk auf den Weg, um in zwei Seniorenheimen der Stadt Greiz zu musizieren. Lieder zur Ehre Gottes, aber auch zahlreiche volkstümliche Lieder erschallten im „Anna-Seghers-Heim“ und im „Haus Kolin“. Auch ein Akkordeon und eine Mundharmonika kamen zum Einsatz. Viel Applaus ernteten die Musiker und erhielten die Einladung zur Wiederholung im nächsten Jahr. Zuvor wird es aber noch ein Weihnachtskonzert in den Heimen geben.

3. Festgottesdienst mit dem Bezirksapostel am 6. Mai mit Ordination eines Diakons

Dieser Sonntag war vom Besuch des Bezirksapostels Wilfried Klingler und dem Apostel Rolf Wosnitzka geprägt. Der Festgottesdienst stand ganz im Zeichen des von dem Gemeindechor vorgetragenen Liedes "Hört die Himmelglocken klingen, heute ist der Tag des Herrn!“ (CM 11) und dem Bibelwort Sprüche 3, 7:

„Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen.“

„Wem das nicht durch Mark und Bein geht“, so sagte der Bezirksapostel, „der wird auch von der Stimme Gottes nicht in der Tiefe berührt werden, in der Verkündigung nicht und auch nicht in der Feier der Sakramente“. Jeder Sonntag ist ein Tag des Herrn, der Besonderes für die eigene Seele hervorbringt, sofern man von den Himmelsglocken angerührt wird. Auch Johannes, der auf der wahrlich nicht sehr gastfreundlichen Insel Patmos die Offenbarungen aufschrieb, dachte während dieser Gefangenschaft nur an den Tag des Herrn, der die Überschrift trägt: Wiederkommen Jesu Christi zur Heimholung seiner Gemeinde.

Mit dem Blick auf das Bibelwort war die Kernbotschaft des Gottesdienstes: Stelle dich nicht selbst in den Mittelpunkt. Es ist nützlich, den persönlichen Wunsch zu haben, dass man immer gern das tun will, was Gott segnen kann. Wir wollen bei unseren Planungen, bei unserem Handeln immer an die Zukunft denken und uns an den göttlichen Werten orientieren. Dann steht Gott im Mittelpunkt. Das bedeutet zugleich:

  • Innerlich Abstand nehmen vom Unglauben, der uns umgibt.
  • Innerlich Abstand nehmen von der Lieblosigkeit und davon, andere zu verurteilen oder zu beurteilen.
  • Innerlich Abstand nehmen von der Unruhe und dem Unfrieden in dieser Zeit.

Besondere Freude löste die Ordination des Diakons Mario Golle für die Gemeinde Greiz aus. Er hat schon viele Jahre Dienste für die Gemeinde verrichtet. „Tue alles in Liebe“ gab der Bezirksapostel ihm den Rat.

Im Anschluss konnten alle Gottesdienstbesucher im neu gestalteten Garten zu einem Brunch verweilen. Das Grillfeuer brannte und die echten Thüringer Roster und Bouletten nach „Oma's Rezeptur“ schmeckten. Viele persönliche Gespräche, auch mit dem Bezirksapostel und dem Apostel, waren den Gemeindemitgliedern hierbei möglich.

4. Festgottesdienst mit Konfirmation am 20. Mai

An diesem Sonntag konnte der Vorsteher, Gemeindevangelist Dirk Mörchel, zwei Jungen der Gemeinde den Segen zur Konfirmation spenden. Die diesjährigen Konfirmanden sind Christian Golle und Fabian Müller. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste konnten diesen feierlichen Gottesdienst miterleben, der vom Chor und dem Klarinettenspieler Sebastian Kulenkampff musikalisch umrahmt wurde.

5. Arbeitseinsätze auf dem Grundstück

Mehrere Arbeitseinsätze auf dem Gartengrundstück waren im gesamten Frühjahr notwendig, teilweise wöchentlich. Das Gras und das Unkraut wuchsen scheinbar besonders schnell. Auch hier beteiligten sich zahlreiche Gemeindemitglieder. Oftmals wurde zum Abschluss der Arbeiten gegrillt.

Der Gemeindevorsteher bedankt sich auf diesem Weg nochmals bei den vielen fleißigen Helfern.

6. Naturerlebnis und Brunch am Pfingstmontag, dem 28. Mai

Für alle, die die Pfingstfeiertage noch nicht persönlich verplant hatten, bestand die Möglichkeit, eine Wanderung und das anschließende Zusammensein im Kirchengarten mitzuerleben. Dies nutzten fast 30 Gemeindemitglieder.

Es war eine professionell geführte Wanderung durch den Greizer Park bestellt worden. Die Führerin erläuterte dabei, die wissenswerten geschichtlichen Hintergründe und die enormen Anstrengungen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Eigentümer, den Park in seine Ursprünglichkeit des englischen Stils zu versetzen. Wer diesen Park noch nicht gesehen hat, der hat etwas verpasst.

Beim anschließenden Beisammensein brachte jeder sein Mittagessen selbst mit; und gemeinsam wurde es verzehrt. Einige Stunden der Freude, auch beim Kickerspiel, folgten.

7. Ökumenisches Straßenfest

Seit vielen Jahren gestalten die christlichen Kirchgemeinden in Greiz gemeinsam ein ökumenisches Straßenfest. Im Jahr 2012 hat sich die neuapostolische Gemeinde erstmals daran beteiligt - bereits auch in den Vorbereitungen. Mit diesem Fest wollen die Christen der Stadt gemeinsam die Botschaften Jesu der Versöhnlichkeit, des Friedens, der Liebe und der Nachfolge in die Öffentlichkeit transportieren.

Unter dem Titel: „Hast du Zeit - auch Zeit für dich“ werden dort verschiedene Aktivitäten mit christlichen Inhalten angeboten; oder man kann einfach Zeit finden, um Gespräche bei Kaffee und Kuchen - mitten auf der Straße - zu führen.

Dieses Fest findet am 30. Juni 2012 statt und hat in der Vergangenheit sehr viel Resonanz gefunden.

Wer denkt, dass diese Aufzählung den Anspruch auf Vollzählichkeit hat, der irrt. Das aktive Gemeindeleben ist noch viel weitreichender. Die persönliche Seelsorge, das Kümmern um den Nächsten steht täglich im Mittelpunkt. Diese unzähligen Liebesdienste sind hiermit zusammenfassend erwähnt.

Einige Senioren sind gerade von ihrer Reise wohlbehalten zurückgekehrt. Priester Dieter Schneider organisiert diese Urlaubstage schon seit fast 15 Jahren. In diesem Jahr waren die Senioren – darunter auch Senioren aus den Gemeinden Auerbach, Zeulenroda und Schleiz – in Kärnten unterwegs mit einem Abstecher nach Slowenien. Die Mitreisenden schwärmten auch dieses Mal von den schönen Tagen und der perfekten, altersgerechten Organisation.


Text: U.S. / Fotos: U.S.; R.G.