Advent – Tradition oder Aktionismus?

Die Zeit der Besinnung, der Erwartung, der Freude, der Hoffnung mit dem bedeutungsvollen christlichen Hintergrund hat ein besonderes Gepräge.

Für einen Teil der Menschen ist die Adventszeit mit zwingenden Besuchen mehrerer Weihnachtsmärkte, Beschaffung möglichst origineller Geschenke oder einem Wettlauf um den wohlschmeckendsten Glühwein verbunden.
Der andere Teil hegt Sehnsüchte nach Freude, Liebe, musikalischen Höhepunkten oder nach der Botschaft des Weihnachtsgeschehens im christlichen Kontext. Diese Traditionen sind Antrieb für manche Aktivitäten in den Kirchgemeinden der christlichen „Welt“. Nicht mit Aktionismus im Advent ist die frohe Botschaft oder das Bekennen zu Jesus Christus umzusetzen. Der Auftrag Jesu an seine Apostel und an die, die ihm als Christen nachfolgen, gilt für jeden Tag, jeden Monat, gilt immer.

Unter diesem Hintergrund sah sich der Gemeindevorsteher Dirk Mörchel in der Adventszeit veranlasst, den mithelfenden Glaubensgeschwistern aus der Gemeinde zu danken für:

  • ihren Einsatz,
  • ihre Hilfeleistungen,
  • für die praktizierte Nächstenliebe,
  • für alle Arbeiten zur Gestaltung des Gemeindelebens im gesamten Jahr 2014.

Es ist nicht selbstverständlich, dass äußere und innere Ordnung im Gemeindezentrum, die Durchführung der Gottesdienste, das oftmals notwendige Trostspenden, die immer wieder erforderliche Versöhnung u.v.a.m. in der Gemeinde möglich sind.

Nicht zuletzt waren mit den Vorhaben in der Adventszeit hohe Einsatzbereitschaft und Aufopferung verbunden.
Am zweiten Advent gestalteten die Sänger in den zwei größten Alten- und Pflegeheimen der Stadt den Bewohnern einen besinnlichen Nachmittag. Voller Freude wurden die schönen weihnachtlichen Lieder mitgesungen. Es ist für die Gemeinde zu einer schönen Tradition geworden, nicht nur im Advent auf das Weihnachtsfest einzustimmen und etwas Abwechslung in den Heimalltag zu bringen, sondern auch im Frühjahr jeden Jahres für die wunderbare Schöpfung musikalisch zu danken.

Am dritten Advent waren erneut helfende Hände notwendig, um im Gemeindezentrum ein Adventskonzert mit anschließender Weihnachtsfeier abzusichern. Dem Aufruf folgten fast 60 Gemeindemitglieder, die sich bereit erklärten zur Mithilfe beim Einräumen, bei der Speisenbereitung, bei der organisatorischen Absicherung der Weihnachtsfeier oder dem Aufräumen. Zusätzlich wurde das gesamte Gemeindezentrum mit weihnachtlichem Flair gestaltet bzw. mit hunderten Lichtern geschmückt.

In dieser Atmosphäre fühlte sich jeder wohl. Dem weihnachtlichen Musikprogramm folgte ein schönes Beisammensein mit allen Gästen, bei dem der Hunger und Durst, aber auch der Gesprächsbedarf gestillt werden konnten.

Darüber hinaus gilt es auch weiterhin, sich gemeinsam um die Kranken, Alleinstehenden oder Hilfsbedürftigen zu kümmern. Hierbei war und ist die Gemeinde und nicht nur der Amtskörper gefordert. Viele Akte der Nächstenliebe geschehen im Stillen. Dies ist nicht nur im Advent oder den Weihnachtstagen so.

Text/Fotos: U.S.