Viel Neues - Bezirksapostelhelfer dient der Gemeinde Greiz

Das allein ist schon eine Meldung wert: Erstmals besuchte Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler Mitte Januar die Gemeinde Greiz. In seiner Begleitung befand sich Apostel Ralph Wittich. Wegen der aktuellen, pandemiebedingten Einschränkungen konnten viele der Gemeindemitglieder diesen Gottesdienst nur am Telefon miterleben. Doch trotzdem war die Freude auf das Kommen des Bezirksapostelhelfers groß.

Der für die Gebietskirchen Nord- und Ostdeutschland sowie Berlin-Brandenburg - einschließlich der ausländischen Arbeitsgebiete von Dublin (Irland) bis Wladiwostock (Russland) - zuständige Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler diente in diesem Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Jesaja 43,19:

"Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde."

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er, was Gott alles neu schaffen will und wo wir unsere bisherige Denkweise anpassen sollten.

Biblischer Hintergrund: Das jüdische Volk befand sich in baylonischer Gefangenschaft. Viele von ihnen waren hoffnungslos und verzweifelt. Um so mehr gewann das Wort des Propheten an Bedeutung für sie. Gott verhieß ihnen eine erstebenswerte Zukunft: Er wollte den Weg in ihre Heimat ermöglichen und alles NEU machen. ... eine Verheißung, die von ihnen jedoch Glauben und Vertrauen abverlangte.
Dieses Bild aus den alttestamentlichen Verhältnissen übertrug der Bezirksapostelhelfer in die neutestamentliche Zeit - beginnend mit der Sendung Jesu mitten unter die Menschen. Sowohl in jener Zeit als auch heute hat die prophetische Aussage uneingeschränkt Bedeutung:

Neues schaffte Jesus:

  • Er führte die Menscheit aus der Gefangenschaft der Sünde.
  • Er bot durch den Gang ans Kreuz Erlösung für alle  an.
  • Er stiftete einen neuen Bund der Liebe, der ohne Verpflichtungen und Bestrafungen auskommt.
  • Er lehrte, dass Glauben, Vertrauen und Nachfolge heilsnotwendig sind.
  • Er stellte sein Wiederkommen und die Vorbereitung auf die Herrlichkeit bei Gott in den Mittelpunkt des Evangeliums.
  • Er betonte, dass das Neue und der Weg dahin durch Gott gesichert ist. Dies lebte er bereits als Vorbild.

Wie zu Zeiten Jesu ist Gott dabei, das Neue für alle Menschen zugänglich zu machen. Dafür ist Glauben und Vertrauen notwendig. Gott ermöglicht, dass der Mensch aus der Gewaltspilrale der Sünde auch heute befreit werden kann. Der Weg zum ewigen Heil wird trotz aller unguten Lebensverhältnisse gangbar gemacht. Keiner der Auserwählten braucht Angst vor Bestrafung zu haben. Weitere Gedanken zu dem, was Gott alles Neu schaffen wird, endeten mit der Fragestellung, ob wir heute dies schon „aufwachsen“ sehen. Bezirksapostelhelfer Mutschler wies darauf hin, dass dafür manchmal ein Umdenken  erforderlich ist.

Neue Denkweise oftmals nötig:

  • Segen ist nicht am Reichtum usw. messbar, sondern an einer innigen Beziehung zu Gott mit all seinen Auswirkungen auf das Leben.
  • Das Heilsangebot Gottes gilt allen Menschen und grenzt niemanden aus, z.B. auch den ungeliebten Nachbarn nicht.
  • Gemeinschaft in der Gemeinde und mit Gott erfordert, dass Unterschiede akzeptiert werden. Eine „Uniformierung“ im Wandel und im Denken ist nicht notwendig.
  • Die Liebe "muss" alles ausgleichen können.
  • Wie bei Christus gehört Leiden auch zum Leben. Gott sieht doch jede Entwicklung und kennt zumutbare Grenzen.

Der Dienstleiter betonte mehrmals, dass er  fest davon überzeugt ist: Gott sieht alles und er hält an seinem Plan fest, Neues zu schaffen.

In seinem Predigtbeitrag betonte Apostel Ralph Wittich, dass wir uns heute – wie auch damals das gefangene Volk - auf den Errettungsweg einlassen müssen. Das ist besonders bedeutsam, wenn der Lebensweg einem Gang durch die „Wüste“ gleicht - wie im Bibelwort beschrieben. Förderlich für diesen Weg ist, dass wir heute nicht nur auf das Negative schauen, sondern das Wirken Gottes wahrnehmen und dessen Auswirkungen "wachsen" sehen. Das kann bereits schon eine neue Denkweise sein.

Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich die beiden Apostel persönlich von den Gottesdienstteilnehmern in einer herzlichen Art und fanden Zeit für ein paar individuelle Worte der (Be)Stärkung und des Trostes.