Tonnenweise Hilfsgüter in die ärmste Region Europas (Teil 1)

Die Bilder und Nachrichten über den Krieg in der Ukraine mit all dem Leid und den Ängsten, den familiären Trennungen, der Brutalität erschüttern täglich. Umso verständlicher wird, dass viele Menschen aus diesem Krisengebiet fliehen. Aber wohin? Einige Mütter mit ihren Kindern haben das christliche Lumina Center in Moldawien, nahe der ukrainischen Grenz erreicht. Dort fanden sie Unterkunft, aber es fehlt an Ausstattung, Verpflegung, Kleidung …

Anlässlich eines der regelmäßig stattfindenden ökumenischen Friedensgebete in der Stadt Greiz rief Marko Hohmuth, Leiter der Lebenszeichengemeinde Greiz e.V., eine christlich freikirchliche und  ökumenisch vernetzte Gemeinschaft der Stadt, zur schnellen Hilfe auf. Dies war Anlass für die neuapostolische Gemeinde vor Ort, Nächstenliebe zu praktizieren und sich aktiv zu beteiligen. Innerhalb weniger Tage wurden ca. 25 Umzugkartons zusammengetragen, sortengerecht verpackt , beschriftet und zunächst an den regionalen Sammelpunkt in der Lebenszeichengemeinde gebracht.  Neben Damen- und Kinderkleidung, Bettwäsche, Hygieneartikeln, Babyausstattungen, Spielzeug kamen dort auch  viele Kartons mit Nahrungsmitteln zusammen. Selbst komplette Betten fehlten nicht. Der Anblick in der Greizer Sammelstelle war überwältigend. Vertreter anderer christlichen Gemeinden aus Greiz und Umgebung oder Einzelpersonen traf man dort zahlreich.

Am Dienstag, den 15.03.2022, erfolgte ein erster Transport nach Schkeuditz bei Leipzig. Der Gemeindevorsteher Dirk Mörchel war auch dabei. Die dortige evangelisch freikirchliche Gemeinde unterhält schon mehrere Jahre enge Kontakte zu der moldawischen Einrichtung in der Stadt Balti. Ein 40-Tonner-LKW konnte sofort beladen und auf die 1.800 km lange Reise geschickt.

Für das letzte Märzwochenende ist ein weiterer Hilfstransport von Greiz aus mit drei Transportern direkt nach Moldawien geplant. Auch hier wird sich die NAK-Gemeinde beteiligen und stellt einen Fahrer ab. Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland „human aktiv“ e.V.  hat die Zusage gegeben, den nächsten Transport finanziell zu unterstützen. Die Gebietskirche NAK Süd betreut alle neuapostolischen Gemeinden in der Ukraine. Neben den Sachspenden werden für die Aufnahme und Beherbergung der Flüchtlinge sowie Unterhaltung der Einrichtung im verarmten Land finanzielle Mittel benötigt.

Wir werden über den Fortgang weiter berichten.