Freundschaft ohne Verfallsdatum

Seit dem Internationalen Kirchentag 2014 pflegen die Gemeinden aus Ditzingen in Baden-Württemberg und aus Greiz eine freundschaftliche Beziehung. Manchmal sind Freundschaften schnell zerbrechlich. Diese jedoch nicht. Nach einer pandemiebedingten Pause war die Begegnung noch schöner wie vordem.  

Anlass für den Besuch einiger Greizer Gemeindemitglieder im Strohgäu- so nennt sich diese Gegend nordwestlich von Stuttgart- war das 100-jährige Gemeindejubiläum in Ditzingen und das am letzten Septemberwochenende vorbereitete stadtoffene Gemeindefest. Ein Höhepunkt folgte während der drei Tage auf den nächsten. Schon die Begegnung im kleinen Kreis am Freitagabend war von geschwisterlicher Herzlichkeit geprägt, wie wenn keine Pause durch die Pandemie gewesen wäre.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Gemeindefestes auf dem großzügigen Gelände des Kirchengebäudes der Partnergemeinde. Der Aufbau in den Vormittagsstunden und der Abbau am Abend waren schnell gemeinsam erledigt. dazwischen wurde ordentlich gefeiert. Ab Mittag trudelten zahlreiche Festbesucher, auch aus der Nachbarschaft und der Stadt Ditzingen ein. Schöne Gespräche- auch der katholische Dekan beteiligte sich daran-, köstliche Speisen vom Grill und vom Kuchenbuffet, spontanes gemeinsames Singen u.v.a.m. machten den Nachmittag zum Erlebnis. Selbst das mitgebrachte Greizer Bier schmeckte. Die freundschaftlichen Kontakte wurden weiter vertieft. Für die zahlreichen Kinder gab es ausreichende Betätigungsmöglichkeiten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Live-Übertragung des Stammapostelgottesdienstes, der den Erntedankgottesdienst in Augsburg durchführte. Dabei betonte er besonders, dass Gottes Fürsorge, seine Gnade und seine Treue allen Menschen gilt. Dafür gebührt ihm Dank, den wir Menschen durch die Anerkennung als Schöpfer, durch unsere Opfer als Vertrauensbeweis, durch verantwortungsbewussten Umgang mit allen Gaben, aber auch durch das Teilen und Helfen  zum Ausdruck bringen können. Er betonte zudem, dass die Beziehung von Mensch zu Gott vollkommen unabhängig vom eigenen Wohlergehen gestaltet werden sollte.   

Nach dem Gottesdienst waren die Freunde aus beiden Gemeinden noch gemeinsam Mittagessen, bevor die Heimreise angetreten wurde. Es bleibt die Freude über das unbeschwerte, mehrtätige Beisammensein, die Dankbarkeit den Freunden gegenüber und die Vorfreude auf ein nächstes Wiedersehen.