Ökumenisch gemeinsam das Osterfest begonnen

Die zeitigen Morgenstunden am Karfreitag nutzen Christen der Greizer Stadt, um gemeinsam musikalisch an das Karfreitagsgeschehen zu erinnern. Dies geschieht vom Schanzengarten des Oberen Schlosses aus und klingt somit in das Stadtzentrum hinein. Zahlreiche Mitbürger finden sich traditionell zu diesem Auftakt ein.

Am Karfreitag fand im Schanzengarten des Oberen Schlosses Greiz wieder das traditionelle Morgensingen eines ökumenischen Projektchores statt. Über 25 Sängerinnen und Sänger aus sieben verschiedenen Kirchgemeinden gestalteten unter der Leitung von Doreen Steudel ein bewegendes Programm mit christlichen Liedern, Lesungen und Gebeten, die an das Leiden und die Auferstehung Jesu erinnerten. Begrüßt wurden die Besucher von Elke Heckmann, Bischöfin der Apostolischen Gemeinschaft. Der Verein Ökumene e.V. mit dem Vorsitzendem Uwe Schneider, Neuapostolische Kirche, führt damit eine über 160 Jahre alte Tradition fort, die 1863 vom Greizer Kantor Wilhelm Urban begründet, nach dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen und nach der politischen Wende im Jahr 1990 von Winfried Arenhövel, damaliger Dirigent in der Katholischen Kirche, wiederbelebt wurde.  Seit der coronabedingten Unterbrechung  hat diese Tradition ein ökumenischer Projektchor übernommen. Dank des Engagements der Sängerinnen, Sänger und Beteiligten bleibt dieses besondere musikalische und geistliche Ereignis ein fester Bestandteil des Greizer Karfreitagsmorgens.  Neben diesem Projektchor singen Christen der Stadt Greiz  Jahr für Jahr gemeinsam in weiteren projektbezogenen Ensembles, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, zusammen.